Auf der Suche nach der verlorenen Zeit-Das Proustprojekt beginnt

„Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen.“

Ich möchte zurück zu Proust. Der Alltag ist schnell, ausschließlich auf der Aktivitätsebene. Man steht 4.30 Uhr auf, sortiert die to do Liste, startet die Apparatur, schnallt sich an. Es ist nicht hilfreich, dass der Wagen in die Jahre gekommen ist, zu schwer, zu scheppernd, mit Stellen von Rost. Er bedarf einer Generalüberholung.

Es gibt sie immer wieder diese Zeiten und es ist in Ordnung eine Zeit lang gegen meinen eigenen Rhythmus zu leben.

Allein das Lesen lässt sich so nicht beibehalten. Ich tauche nicht mehr ab, verbinde mich nicht mit dem Gelesenen, gehe nicht in die Tiefe. Heute morgen wachte ich auf mit dem Gefühl: Ich will „Die Suche“ noch einmal lesen. Ganz langsam, Stück für Stück , ohne dem Anspruch es jemals zu Ende zu lesen. Der Schnelligkeit die Langsamkeit entgegensetzen.

Noch einmal möchte ich mir : „Schmidt liest Proust “ zum Vorbild nehmen, die Vorgehensweise praktisch kopieren.

Es ist nicht mein erster Versuch, der Wunsch danach aber hält sich.