100 Tage Proust-Guermantes

Proust: Seit einhundert Tagen lese ich die Recherche. Heute eine deutliche Anspielung auf eine eventuelle Homosexualität Saint Loups, eine Einladung von Charlus die an den geheimnisvollen Vertrag erinnert, und einem Saint Loup der „Nicht den Boden berühren“ in einem Restaurant spielt.

Heidkate:

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Wetter: Kühl, so kühl, dass man eine Jacke braucht. Immer wieder Regen, morgen kommen die Quitten vom Baum ins Glas, Hagebuttenmarmelade will ich auch ausprobieren. Würziger Herbstduft nach Laub und Feuer.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit-Das Proustprojekt beginnt

„Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen.“

Ich möchte zurück zu Proust. Der Alltag ist schnell, ausschließlich auf der Aktivitätsebene. Man steht 4.30 Uhr auf, sortiert die to do Liste, startet die Apparatur, schnallt sich an. Es ist nicht hilfreich, dass der Wagen in die Jahre gekommen ist, zu schwer, zu scheppernd, mit Stellen von Rost. Er bedarf einer Generalüberholung.

Es gibt sie immer wieder diese Zeiten und es ist in Ordnung eine Zeit lang gegen meinen eigenen Rhythmus zu leben.

Allein das Lesen lässt sich so nicht beibehalten. Ich tauche nicht mehr ab, verbinde mich nicht mit dem Gelesenen, gehe nicht in die Tiefe. Heute morgen wachte ich auf mit dem Gefühl: Ich will „Die Suche“ noch einmal lesen. Ganz langsam, Stück für Stück , ohne dem Anspruch es jemals zu Ende zu lesen. Der Schnelligkeit die Langsamkeit entgegensetzen.

Noch einmal möchte ich mir : „Schmidt liest Proust “ zum Vorbild nehmen, die Vorgehensweise praktisch kopieren.

Es ist nicht mein erster Versuch, der Wunsch danach aber hält sich.