Der vierte Montag im März mit Chorprobe online

Karla ist gut gelaunt. Ihr Gesangsunterricht geht online. Der Gatte hat auch gute Laune. Er gibt ebenfalls ab heute Unterricht online am Klavier und auch die virtuelle Chorprobe ist in Planung.

C. schickt ein Livevideo für Karla über Meeresbiologie. Danke C!

Gestern war die Gospelkirche zum ersten Mal virtuell und es war wirklich berührend. Das Leben verlagert sich ins Netz. Wie macht X. das denn mit dem Ballettunterricht?“, fragte ich nach Hamburg. „Online, Tennis auch, Sportunterricht auch, Klavier auch. Sie hat zu tun.“

Ich schreibe am Bericht. S. will skypen, aber ich habe weder Webcam noch Mikro. Beim bösen Onlineriesenversand ist die Webcam nicht lieferbar, dafür aber bei M. Markt. In zwei Wochen, aber das ist okay.

Ich schreibe am Bericht. In der Küche bricht ein lautstarker Streit aus. Es geht um eine Suppe die nur Karla kochen kann, aber nicht kochen will. Anna ist stinksauer. Am Ende stehen sie vereint am Kochtopf und singen zu „Das bischen Haushalt macht sich von allein.“ Die Suppe schmeckt köstlich.

Kartoffeln, Lauchzwiebeln, Möhren, Mais, Brühe, Pfeffer, Muskat und Sahne, sagt Karla. Sie kann keine Mengenangaben, sie macht das nach Gefühl.

Bis 15.00 Uhr habe ich weiter am Bericht geschrieben. Der Gatte gibt derweil virtuell seine erste Klavierstunde.

15.00 Zeit um eine große Gassirunde zu gehen

Der Waldweg ist die reinste Flaniermeile. Ungefähr so wie sonst auf der Holstenstraße. Schön, dort auf Distanz plaudern zu können. Himmelblauer Himmel und Sonne. Die Meisen fressen das Futter nicht, auch nicht mit Kokosöl. Die Meisen haben noch nicht verstanden, dass besondere Zeiten Disziplin und einschränkung erfordern.Ich will nicht wegen Meisenknödel in den Supermarkt. Unser Einkauf ist erst für Freitag geplant, aber J. fährt Mittwoch und bietet an etwas mitzubringen.

Die Kanzlerin ist in Quarantäne. Ich finde es beeindruckend wie sie das Land durch die Krise lenkt. Und die Rede fand auch ich phänomenal. Respekt für all die die jetzt an vorderster Front stehen

So war der Montag.

22 Antworten auf „Der vierte Montag im März mit Chorprobe online

  1. Home, sweet home. 😉 So voller Leben, euer analog-virtueller Montag. Aber warum brauchen die Meisen noch Knödel? Können die sich nicht selbst versorgen? Ist doch nichts gefroren.

    1. Ich hatte gelesen, dass es fast noch sinnvoller ist die Vögel im Frühjahr und sommer zu füttern als im winter. Ich schätze das hängt damit zusammen dass die Artenvielfalt ja auch in der Pflanzenwelt weniger wird. Und ich will natürlich auch meine Vogelhauscamera nutzen:)))

  2. Klavierunterricht online? Ist der Hardware-Aufwand nicht auf beiden Seiten immens? Ich habe grade gestern mit unserer Klavierlehrerin drüber gesprochen, und die würde sich halt mindestens ein großes Videobild von der Klaviatur und einigermaßen passable Tonübertragung wünschen und weiß nicht, wie sie das hinbekommen würde.

  3. Skype ist erstaunlich stabil. Jeden 2.Tag mache ich nun „Enkelin-Bespaßung“ 😀 nein Konversation online. Eine neue Erfahrung und es bedarf weiterer Ideen, die ich gern annehme. Ich staune, wie die 6jährige die Situation des fast Eingesperrtsein hinnimmt. Starke Kids. Deine Alltäglichkeiten zu lesen, macht Freude. Danke dir.

    1. Ich bin gespannt auf Skype. Und schōn dass deine Enkel es so gut annehmen kōnnen. Ich habe das auch schon von anderen Familien gehōrt, dass es nicht so stressig ist wie gedacht.Man profitiert von der Zeit und dem Zusammensein

    1. Also der Stand hier ist, dass das mit der digitalen Chorprobe nicht funktioniert hat. Bleibt aber in Arbeit allerdings eher für die jüngeren chōre, also Bereich Jugend.

    2. Also der Jugendchor ist klein, Nicht mehr als 15 Jugendliche ehr weniger, das könnte klappen. Mit mehr Teilnehmern kann ich mir das nicht vorstellen. Da müsste man wahrscheinlich andere Wege finden. Also Lieder über youtube lernen oder so. Aber spannend ist es allemal

      1. Danke Xeniana,
        wir haben hier nicht geskypet bei der Chorprobe oder sowas.
        Wir hatten ein paar Videos zum Aufwärmen und Einsingen.
        Dann folgten einige Tonspuren audio-mäßig und auch audiovisuell mit Noten. Dazu dann Tutti-Aufnahmen.
        Nach 25 Jahren Chorproben analog und live ist so was in diesen Zeiten schon herausfordernd und war nun wirklich witzig.
        Danke und Grüße
        Bernd

      2. Ach, jetzt habe ich das verstanden. Aber toll. Das istr doch eine gute Lösung. Heute findet tatsächlich die erste Jugendchorprobe digital statt. Mal sehen was daraus wird. Der gatte hatte es gestern mit Karla ausprobiert. Funktioniert hat das noch nicht.

      3. Ja, vielen Dank, Xeniana,
        was das Digitale betrifft, bin ich auch als älterer Zeitgenosse lernbereit und lernwillig.
        Unwillig bin ich, globalen IT-Unternehmen zu folgen, die kaum Steuern bezahlen.
        Mir ist es auch unklar, was das Streamen an Strom kostet – und wieweit alle Windräder, Solaranlagen wie Leitungen dies ermöglichen.
        Erstmal alle guten Wünsche und Grüße nach Schleswig-Holstein aus Franken
        Bernd

  4. Unsere Tochter hatte gestern das erste Mal virtuellen Saxophon-Unterricht. Per FaceTime auf dem Handy. Sie und ihre Lehrerin waren beide recht zufrieden und nächste Woche soll es weitergehen.
    Am Samstag Vormittag hatte unsere ehemalige Jugendreferentin zum Rudelsingen auf Insta live eingeladen. War zwar etwas merkwürdig, aber dadurch, dass man sehen konnte, wer alles mithört, gab es tatsächlich auch auf die Entfernung so etwas wie Teenkreis-Atmosphäre. Es wurden dann 1,5 Stunden Lobpreis aus den Wiedenester Büchern…
    Also, Musik tut in welcher Form auch immer gut. Wir lernen immens schnell dazu bei diesem „Neuland“ 😉
    Viele Grüße und Gesundheit
    Anja

    1. Ich kann mir das auf Instalive nicht so recht vorstellen. Man hört nur den einen der es veranstaltet oder? Der gatte will es jetzt also heute über Zoom probieren. Mal sehen. Toll, das es mit dem Saxophonunterricht per Face time klappt.

      1. Ja, es war etwas merkwürdig. Die „Gemeinschaft“ entstand nur dadurch, dass meisten, die dabei waren, sich kannten und wir schon viele Freitagabende und einige Jugendgottesdienste gemeinsam verbracht haben. So hatte ich zumindest lebendige Bilder vor Augen…

  5. ich fand die Rede der Kanzlerin auch super. Dabei erinnerte ich mich daran, dass sie mit beginn ihrer Ära gleich mit der Finanzkrise in 2008 gestoßen wurde und nun , wo sie sich als Kanzlerin bald verabschieden muss, muss sie nochmals und durch eine schwere Krise leiten. Egal, wie heiß und brennen die Krisen sind, sie bewahrt nicht nur die Ruhe, sondern sie strahlt trotz alledem Ruhe aus 👍

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