Adventssequenz

Die Tokarczuk Geschichte am Morgen macht den Tag von Beginn an besonders. Die Geschichte von Eryk dem Fährmann, erstarrt in seinem Alltag, in seinen Gewohnheiten, seinem Blick auf die Dinge. Das Leben wirft keine Fragen mehr auf. Nur noch Antworten.

Ein Städtchen Wind und fortwährenden Regen ausgesetzt, man versteht nicht, was die Menschen hier hält. Ich versinke in lähmender Festigkeit bis ….Der Schluss überrascht mich dermaßen, dass ich; und dieses geschieht selten, gut gelaunt vor der Zeit aus dem Bett springe. Auf dem Weg zur Arbeit ein feuriges spanisches Weihnachtslied. Klara ist aus Leipzig wieder gekommen. Sie wollte unter anderem in die Motette. „War nicht“, sagt sie. „Weihnachtsoratorium.“ „Ja und?“, frage ich. „Nun ja“, sagt sie, „Was soll ich sagen. Die Kirche war umstellt von Touristenbussen, ein Durchkommen war nicht möglich und eine Karte kostet 120 Euro.“

Als ich noch ein Kind war, lief ich bei meiner Mutter an der Hand über den halleschen Markt. Es war Dezember, Schnee lag und aus der Kirche klang: Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein. „Das ist der Thomanerchor“, hatte sie beinahe ehrfurchtsvoll gesagt.Eigentlich wollten meine Mutter und ich, dieses Jahr zusammen nach Leipzig.

2 Antworten auf „Adventssequenz

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