Wir hatten uns für kein Stipendium beworben. Das Stipendium hätte Karla für Hamburg benötigt, um die Fahrtkosten irgendwie gestalten zu können. Sie hatte das Casting an der Musikschule in HH erfolgreich bestanden und hätte an der Musicalacademy für Jugendliche MAT einen Platz bekommen. Aber Karla hatte sich für Kiel entschieden und somit bemühte ich mich um keine finanzielle Förderung. Das ein Stipendium auch ideelle Unterstützung beinhaltete war mir nicht klar. Und vermutlich wäre sie (Karla) auch nicht in Frage gekommen.

Karla war froh in ihren Chor zurückkehren zu dürfen, nach diesen 19 Monaten in Hamburg. Ich hatte mit sechs Monaten HH gerechnet. Bis dahin war ich in keinem einzigen Musical gewesen. Im Nachklang sagte der Gatte, war es eine spannende Erfahrung und er hätte einen anderen Zugang zu dieser Kunstform gefunden.

Die Beratung der Stiftung war sehr gut und umfassend gewesen. Dafür war ich dankbar.

Beantwortet das deine Fragen?

Ich stehe kurz vor meinem Fünfzigsten. Unlängst traf ich B. und jammerte: Fünfzig, das ist ein harter Brocken. „Ach was, antwortete sie gut gelaunt, „ich freu mich schon darauf, wenn wir uns später im Rollatorverleih treffen. Das wird gut werden hier in der Nachbarschaft zusammen alt zu werden.

13 Antworten auf „

  1. In meiner Familie feiern die Frauen den Fünfzigsten immer ganz groß. (Ich auch, schon vor drei Jahren.) Danach machen wir genauso weiter wie vorher. Bloß, weil man fünfzig ist, muss man ja nicht mit allem aufhören, was Spaß macht.

    1. Ich hab lange mit mir gerungen, aber ich mag leider Partys nicht sonderlich. Ich wollte nach Prag, aber nun arbeite ich an diesem Termin, bedingt durch Jobwechsel und Co. Ich würde schon gern etwas Besonderes machen. Und eine Kurskorrektur durchführen , nicht grundlegend, aber an einigen Stellschrauben zu drehen kann nicht schaden.

  2. Mir ging der 50. echt nahe. Lag daran, dass ich mich mit all den ‘erfolgreichen’ Menschen verglichen habe, die den Tag in Restaurants mit x Gästen feierten, was ich mir nie hätte leisten können. Aber da hab’ ich auch viel Geschiss gemacht, denn auch mit 51f ist es eben so, wie es ist.

    1. Ja könnte mir auch vorstellen, dass der Schmerz der Fünfzig mit dem zusammenhängt was man ursprünglich wollte. Ich wollte immer gern auch reisen….An großen Partys liegt mir nichts. aber ein bisschen mehr finanzielles Puffer wäre schon schön gewesen.

  3. Die 5 vor der 0 hat mich auch irgendwie beeindruckt. Mehr jedenfalls als die 4 oder die 3. Sollen ja auch so bedeutungsschwere Lebenszahlen sein, wurde mir gesagt. Mein Mann wird nächstes Jahr 60. Der ist jetzt schon leicht deprimiert deswegen, auch wenn er es nicht zugibt. Älter werden ist nie einfach, denke ich. Aber wie sagte mein Vater immer: wer nicht alt werden will, muß jung sterben. Und das wollen wir ja auch nicht, oder?
    Alles Liebe 🙋😊

      1. Ich stehe auf dem Schlauch. Hier in der nicht nur süßen Marzipanstadt, läßt sich Musik studieren, Musikwissenschaft soll in der Landeshauptstadt möglich sein. Andere Wege gibt es auch.

      2. Sie ist ja noch jung. Um studieren ging es noch nicht. Sie ist mit ihrem klassischen Chor aufgewachsen. Sie hat das Leben dort geliebt. Dann kam diese Anzeige in der Zeitung. Da wurden Kinderdarsteller gesucht. Ich dachte soll sie es probieren, so ein Casting ist auch eine Erfahrung. Genommen wird sie sowieso nicht. Aber siehe…. Mit dem Musical kam sie mit etwas Neuen inBerührung und dieFrage danach wie will ich weitermachen. Kann ich zurück in den Chor obwohl ich so lange weg war, bewerbe ich mich bei neuen Produktionen. Das war für eine 14 Jährige ein anstrengender Prozess, herauszufinden wo gehöre ich hin, was will ich? Es ging nur um den klassischen Chor oder die Musicalacademy um mehr ging es nicht. Soweit ich weiss will sie Meeresbiologie studieren🙂

    1. Sie ist eigentlich über ihre Liebe zum Theater zum Singen gekommen. Lange lag das Schauspiel obenauf, aber im Chor fand sie eine Familie, eine Struktur ein Wertevermittlung und Gemeinschaft die ihr sehr viel bedeuten. Irgendwann lag das Singen obenauf. Aber es gibt noch etwas was über das hinausgeht und das ist die künstlerische Heimat und man muss es klar sagen, sie hat für sich herausgefunden das ihr das das Wichtigste ist.

      1. Da bin ich bei Dir.
        Mein Pflegekind, das mir zugelaufen, kam mit Gymnasialenpfehlung schulisch weiter, ist jetzt vorm ersten Schulabschlluss, hieß früher Hauptschule. Er will Erzieher werden, wüchscht sich auch eine Karriere als Beatboxer. Wir schauen mal, wie es weiter geht.

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