Dieser Sommer wird für mich den Geruch von Hundsrosen und Meerwasser tragen. Es wird der Sommer sein in dem ich mit dem blaubereiften Leihrad stundenlang am Wasser entlangfuhr. „Das blaubereifte Fahrrad war der größte Glücksfall seit langem. Dank dieses Rades war die Fahrt eine winzige Auszeit von der Melancholie der letzten drei Wochen. Eine Kollision hatte stattgefunden. „(frei nach Deborah Levy). Es wird der Sommer gewesen sein in dem ich Deborah Levy las. Es wird der Sommer gewesen sein, in dem ich vermutlich eine falsche Entscheidung getroffen hatte.

Was macht man mit falschen Entscheidungen?

18 Antworten auf „

  1. Woher will man wissen, dass das zukünftig denn wirklich falsch war. Die Entscheidung wird dich irgendwohin bringen, dir einen Weg zeigen.
    Den gehst du lang und schaust wo du heraus kommst.
    Es macht dich um eine Erfahrung reicher. Ob gut oder schlecht, spielt dann keine Rolle… man lernt ja nie aus.

    1. Wobei Zurückfahren vor allem eine Option für Sackgassen ist. An einer Kreuzung könnte man auch in eine noch mal andere Richtung abbiegen. Gibt rückblickend manchmal merkwürdige Zickzackkurse, aber solange der Weg schön ist … 🙂

    2. Danke für den Tipp, aber tatsächlich war Zurückfahren für mich keine Option. Es hat sich aber augenscheinlich gelohnt, das im Rückblick doch gar nicht so lange Stück Holperstrasse weiter zu fahren.

  2. wenns nur ein Sommer war, dann war es nur eine Episode, ein nicht so lustiges Abenteuer. Allerdings ist der Ausgangspunkt nie mehr derselbe wie vor der Entscheidung. . …

  3. oh! tiefer tiefer seufzer. ich weiss es nicht (entscheidungen) ich kann gar das gar nicht gut, hin oder her, richtig oder falsch, ja oder nein – oder ach nee ach doch….
    ps. deborah levy is queen! mag sie sehr – the cost of living gelesen im frühjahr. und in den neunzigern swallowing geography, da hat sie mich auch schon so berührt.

  4. Manche Entscheidungen kann man sehr schnell als gut oder falsch beurteilen. Manchmal erkennt man darin aber nach Jahren wo man gezweifelt hat, dass sie doch zu etwas gut waren. Und manchmal sind falsche Entscheidungen besser als keine Entscheidungen. Denn dann entscheiden andere über einen. Kennst du das Lied ‚Glück oder Unglück‘ von Gerhard Schöne?

  5. Es ist ganz komisch, und ich weiß gar nicht recht, was das bedeuten soll (vor allem nicht, dass ich irgendwie außerordentlich super bin), aber ich kann mich nicht erinnern, falsche Entscheidungen getroffen zu haben. Vielleicht entscheide ich oft zu spät, so dass die Entscheidung schon ohne mich gefallen ist? Oder ich hatte nie so krasse Entweder/Oder-Situationen? Oder ich habe zu wenig Ziele und meine Entscheidungen führten eh alle nach Rom? Oder ich revidiere schnell, wenn ich meinen Irrtum bemerke? Vielleicht denke ich aber auch, Hauptsache es geht mal weiter. Egal, ob ich nach rechts oder nach links abbiege? Ich würde die Entscheidung zurücknehmen, wenn sie wirklich falsch war. Wenn das nicht geht, würde ich mich so kurz wie möglich damit aufhalten, und eine andere Richtung einschlagen. Fehler, und das habe ich allerdings schon oft genug erlebt, können sich schnell als wahre Wunder entfalten. Ich drücke Dir die Daumen.

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