Samstag-Was ich sah

Kriegsschiffe in grau auf hellgrauen Wasser. Ein junger Man mit flachsblonden Haar, der ein Mädchen an der Hand hielt. Sie hatte Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, mit dem Gehen auch, sie war höchsten neun oder zehn. Er stützte sie.

Eine junge Frau , dass braune lange Haar hochgesteckt, ließ ihre nackten Füße Richtung Wasser baumeln. Die lederfarbenen, geflochtenen Flip Flops neben ihr und im Ohr ein weißer Knopf. Welche Musik hörte sie?

Ich ging die Treppen hinauf um zum Villenviertel zu gelangen. Von hier oben hat man einen guten Blick. Die Hunde hechelten, die Luft trotz fast kühler Temperatur war schwül, überall blühen Stockrosen und Rosen schlingen sich um gebogene Torbögen..

Nach dem verregneten Vormittag, zeigte sich nun die Sonne. Schien auf gediegene Villen und Gärten.

Die Stadt lag still, aus der Ferne hörte man einen Lautsprecher. Ich hielt es für eine Polizeiansage, es war aber der CSD. So erfuhr ich es am Abend aus der timeline.

Auch im Forstbaumschulenpark war niemand. Ich lief über regennasses Gras. Die Hunde auch.

Ich sah eine Frau mit strähnigen grauem Haar, die verstohlen eine Tasche auf ihrem Gepäckträger öffnete. Ein um das andere Mal holte sie sich eine Kirsche heraus und steckte sie in ihren Mund, ich sah nicht wo sie die Kerne ließ. Ihr Fahrrad war nicht mehr das neueste. Es schien schon viele Touren hinter sich gebracht zu haben. Auf der anderen Straßenseite stieg ein Mann mit ebenfalls grauem Haar aus einem Wohnmobil.

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