Wochenrückblick 4. Aprilwoche 2019

Gelesen: „Die Zeit“

Besonders interessiert hat mich der Beitrag über das Erwachsen werden und der Verarbeitung von Emotionen, je nach Alter in der Amygdala oder dem präfrontalen Cortex.

Bücher: Jochen Klepper : Unter dem Schatten deiner Flügel

Hemingway, Schnee auf dem Kilimanjaro , habe beschlossen um es mal mit Hemingways Worten zu sagen : „Das Fett von der Seele wegzutrainieren.“

Kreisler

Gesehen: Tajnosti , ich finde nicht dass dieser Film eine Komödie ist, eher eine späte Coming- of- Age Geschichte mit der Musikerin Iva Bittova

Die zwei Leben der Veronika/ Kieslowski: Diesen Film hatte ich früher sehr gern gesehen, jetzt war er mir dann doch zu emotional überfrachtet und die Plattitüden machten ungeduldig

Allein die Bilder von Krakau und die Musik machen den Film aber schon lohnenswert.

Gehört: Spe in Alium

Iva Bittova: Seid nüchtern und wachet, ziemlich schräg,

Divna slecinka

Getan: Spaziergang mit Hund über Löwenzahnwiesen

das von den Ferien gezeichnete Haus ( drei Pubertierende haben über 14 Tage hinweg hier ganze Arbeit geleistet) wieder eingefangen.

Gelesen, gelernt

Geplant: Dekalog von Kieslowski

Samstag-mit Osterbräuchen

Hab die Nacht durchgelesen.

Die erste Nachricht des Tages ist von Luise: „Weißt du noch wie das mit den Eiern, Himmelfahrt und Pfingsten war? Würde so gern die Rituale wieder aufgreifen.“

Ab Ostersonntag wird jeden Tag ein Ei an den Kranz gehangen, 40 Tage später werden sie ausgetauscht gegen 10 goldene Eier , zu Pfingsten verwandeln sie sich in 12 Tauben. Hab mal versucht, Ostern mit Ostersonntag beginnen zu lassen. Aber die Kinder haben protestiert und fanden es komisch mit dem Eier aufhängen zu beginnen, wenn alle anderen schon wieder abschmücken. Pfingsten mit den weißen Kerzen ging da schon eher.

Freitag mit einer wild gewordenen Bachstelze oder der Wut Calibans

Eine wild gewordene Bachstelze verziert die Autospiegel der Nachbarn mit ihren Hinterlassenschaften. Es erscheint als verzweifelter Versuch, sich im Spiegel an sich selbst satt zu sehen. Oder ist es die Wut Calibans?

Denke an Dorian Gray. Wäre praktisch ein Bildnis zu haben, in das sich die eigenen Sünden einschreiben, um selbst gänzlich unberührt weiter durchs Leben zu wandeln.

Endlich Gewitter. Ich habe ein Faible für Wind und Regen, Sonne liegt mir auf Dauer nicht.

Ich lese Kreisler. Mag es wie er über Kunst schreibt. Messerscharfe, kluge Sätze, die ich nur häppchenweise bewältige.

Dienstag-Hannelore Elsner ist tot

Hannelore Elsner ist tot.

Ich sehe „Die Unberührbare“.

„Die ganze Verletztheit kommt von ganz tief hier drinnen.Da wird ganz unbarmherzig ein Resümee von meinem Leben gezogen. Von meiner Liebe und von meinem Verständnis für Kunst.“ Hannelore Elsner in „Die Unberührbare“

Karwoche/Ostern

Gesehen/Gehört: Eloise/Akademien am Theater/Kinderoper/Jenkins (richtig Klasse)

„Frau ohne Schatten“/ Opernhaus

Gesehen TV: Basquiat

Pasolini/Matthäusevangelium

Gehört: Matthhäuspassion

Johannespassion

Entdeckt: Louise Bourgeois/Bildhauerin

Gelesen: Deborah Levy/ Was das Leben kostet

Frau ohne Schatten /Hoffmannsthal

Getan: Osterfeuer mit vielen Nachbarn

dav

Osterspaziergang am Lanker See

dig

dav

geplant: Eloise /mit der ganzen Familie

Sequenz-Karfreitag

Noch völlig geflasht von der „Frau ohne Schatten“. Bin anschließend an die Kiellinie gefahren, habe im Bulli die Matthäuspassion gehört. In Kiel war Bach nicht zu finden. Ein Mond der seinesgleichen suchte, tauchte das Wasser in tiefes Blau. Karfreitag.

Erinnerung

Im Juli 1989 begab ich mich allein auf eine Reise durch Europa. Ich wollte sehen, was mir bisher verwehrt gewesen war. So sass ich eines Morgens auch in Paris auf Treppenstufen und kam in holprigen Englisch mit einer Französin ins Gespräch. Es

stellte sich im Laufe des Gespräches heraus, dass ich keine Ahnung hatte auf welchen Treppenstufen ich sass.

„Das hier, das ist Notre-Dame!“ .

Sie lachte Tränen, ungläubig, bot mir einen Platz auf Ihren Roller an und zeigte mir Paris.

Notre – Dame brennt. Und natürlich ist da in mir eine tiefe Betroffenheit und Erschütterung, die weit über das Persönliche hinausgeht. Aber finde ich keine Worte. Finde keine Worte  für das  Feuer, die Zerstörung und dem das nichts in der Welt Bestand hat.  Eine Kathedrale, deren Bau allein schon zweihundert Jahre dauerte.  Nein ich finde keine Worte für den Wert, die Bedeutung für die Welt, das Christentum.  Ich bin traurig.

Wochenrückblick 2. Aprilwoche 2019

Besucht: im wunderschönen Nordkolleg die MASH-Musicalakademie Schleswig -Holstein bei einer öffentliche Präsentation (sehr spannende und professionelle Angelegenheit mit Benjamin A. Merkl)

Gehört/Gesehen: Sweeney Todd Opernhaus Kiel

Grandios

Gelesen: Eichendorff

Gegessen: Spargel, Bärlauch und Salat

Getrunken: Rotwein, Kantine Opernhaus

Geplant: Hamlet Schauspielhaus

Eloise/ Werftpark

Vor dem Fest /Thalia Theater Hamburg

Wochenrückblick zwischen Hamburg und Kiel

(Heute mal ein Wochenrückblick/Ursprungsidee geklaut)

Besucht :

Musical Mary Poppins/ Danke für die Einladung Franzi!

Stadtcafe Kiel

Balzac in Hamburg

Urlaub gemacht im Haus einer Freundin die verreist war/ich liebe fremdwohnen

Gelesen:

Anke Stelling /Schäfchen im Trockenen

Juli Zeh /Treideln

Eichendorff Gedichte/ ja weil sie bei Stanisic auftauchten

Gehört:

Jaques Brel, Kreisler, Piaf

Bach Matthäuspassion

Geplant:

Eloise ansehen/Akademien am Theater Kiel/Jugendchor der Oper

Geärgert:

über Blockade die errichtet wird ohne das Gespräch zu suchen/ erinnert mich an Mechanismen in der DDR

Gefreut:

über Frühlingswetter, dass der Schornsteinfeger absagte und einem Mann der sich das warten an der Ampel mit Rhythmusübungen vertrieb.