Proust lesen Tag 132-Sodom und Gomorrha-Im Salon der Verdurins-Charlus in Kiel

 

 

Proust:  Gespräch über Elstir, der dem Salon der Verdurins den Rücken kehrte, nachdem es Madame Verdurin nicht gelang ihn mit seiner neuen Flamme auseinanderzubringen. „Ja damals, als er bei mir einkehrte hatte er noch Talent. Intelligent sei Elstir ohnehin nie gewesen. Seinen Impressionismus nennt sie „hektisch gewordenes achtzehntes Jahrhundert.“

Göttliches Gespräch zwischen Monsieur Verdurin und Charlus, es geht ums dazugehören. “ Dazugehören versteht Charlus als Anspielung auf seine Homosexualität und ist nach den flammenden Blicken von Cottard nun langsam am Ende seiner Kräfte.

Ein Missverständnis. 

Cambremers regen sich noch immer über das  in ihren Augen nicht mit Stil eingerichtete Anwesen auf. „Und sie haben Tüllstores! Welch ein Stilbruch! Aber was wollen Sie, die Leute wissen es nicht besser, wo sollen sie es auch gelernt haben? Wahrscheinlich sind sie reiche Geschäftsleute, die sich zur Ruhe gesetzt haben. Für ihre Verhältnisse ist es gar nicht so schlecht.“

Drei Adjektive Regel: Wir fühlen uns glücklich-geehrt-ganz davon angetan.

Charlus bei Kaiser Wilhelm in Kiel:

 Charlus verteidigt gegenüber Cambremer den Titel seine Hoheit und bezieht sich dabei auf Kaiser Wilhelm der ihn in Kiel die ganze Zeit mit Monseigneur anredete. Der Kaiser sei hochintelligent, verstünde aber leider nichts von Malerei, denn er hätte alle Elstirs aus den nationalen Museen entfernen lassen. Er lobt die Hochrüstung Wilhelms, hält ihn als Mensch aber für nichts wert. „…er hat seine besten Freunde verlassen, verkauft, verleugnet-leitet über zur Eulenburg Affäre (muss ich noch nachschlagen).

Eine Antwort auf „Proust lesen Tag 132-Sodom und Gomorrha-Im Salon der Verdurins-Charlus in Kiel

  1. Zu einer Ausstellungseröffnung darf ich auch nächsten Freitag. Meine Frau stellt mit aus.
    Gesehenwerden ist immer Teil der Chose, aber man sollte darüber hinwegsehen.
    Wenn echte Kunst zu sehen ist, dann darf man auch eitel sein. Aber nicht jede Kunst ist leicht zugänglich – es ist fast ein Merkmal dieser, sonst wäre das Gesagte und Gezeigte fast banal.
    Ich mag den Spruch eines Schülers von Beuys, der mir gegenüber protestierte: „Ich bin kein Künstler! Ich bin Bildhauer!“

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