Kurzrezension Graf Öderland/Max Frisch

Einer war immer fleißig, immer gediegen, immer pünktlich. Einer fiel nie auf, sagte immer ja, fragte nicht. Einer war immer nett, immer adrett, freute sich stets auf Freitag und erschlug dann den Hauswart.
Aus Langeweile, sagt er. Weil das Leben überall Gitterstäbe hat und es egal ist ob man durch sie am Schalter oder im Gefängnis auf das Leben sieht. Das ist der Mörder.
Was würde wohl aus den Menschen werden, wenn man sie der Hoffnung auf Feierabend, Freitag, Wochenende und Urlaub berauben würde? Das fragt sich der Staatsanwalt.

Was wird aus dem Menschen, wenn man ihn der Hoffnung beraubt?

Oder;  was wird aus dem Menschen, wenn man ihn des Denkens beraubt?

 

 

2 Kommentare zu “Kurzrezension Graf Öderland/Max Frisch

  1. finbarsgift sagt:

    Das würde sie noch mehr Richtung Depression schieben…

  2. Ein bisschen was ist an dem Satz, „die Hoffnung stirbt zuletzt“ dran, doch zuletzt stirbt der Wille zum Leben.

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