Was machst du eigentlich so Montags? Frau Brüllen Tagebuchbloggen am5.

Sarah Kirsh Haus 050

3.30 Uhr-in der Mansarde geschlafen. Von hier sieht man aus dem Bett,  direkt in den Sternenhimmel. Der Nachteil: Es ist stickig. Ich öffne das Klappfenster, spüre die morgendliche Kühle, die doch einen sonnigen Tag verspricht.  Schön der Blick über Kastanien, Birken und Ahornbäume. Ein Stück weiter weg, der See.

„Hej Kater, warte ich mach dir auf.“ Er tummelt sich im unbewohnten Nachbarsgarten. Die Natur holt sich hier ihr Gebiet zurück.  Ich laufe die Stufen herunter.  Es ist so still ohne Familie, ohne Hund.  Der solitäre Kater schlüpft mit einem piepsigen Miau herein. Mehr ist aus ihm nicht herauszubekommen. Er frisst und kuschelt sich dann in ein Ikeakunstfell. Vermutlich aus Gründen der Tarnung. Weiß auf Weiß. Der Kater war lange Straßenkater und kennt die Überlebenstechniken.

Der Kaffee in der Kaffeemaschine ist noch heiß. Lang geschlafen hab ich nicht.

Die ersten Seiten Knausgard dieses Tages, dazu der bittere Geschmack des Kaffees und Vogelgezwitscher. Schlafen kann ich später.

Knausgard ist bei Hitler. Eigentlich hatte ich von Hitler gerade genug, auch von Mohler, Jünger und Heidegger. Aber ich hab mich so auf den neuen Knausgard gefreut, ich bleibe dran. Und ja, es ist hilfreich sich gerade mit Kershaw und Jünger beschäftigt zu haben.

Knausgard fügt spannende Aspekte dazu. Zwischendurch putze ich das Haus. Die Zeit verrinnt ungewohnt langsam. Dann trifft ein Teil der Familie ein. Sie haben das Wochenende am See genossen. „Du bist so gut gelaunt“, sagt der Gatte.  „Es muss am Kinderfrei liegen.“ „Am Menschenfrei“, Gatte. am Menschenfrei.“ Der Gatte bricht auf zum Picknick.

„Ich hab euch vermisst, ehrlich.“

„Sch…drüben sind Die Kaninchen von Jana abgehauen. Und Jana ist schon beim Picknick. Sieh an der turbulente Alltag ist zurück. Die Kaninchen sind eingefangen, als ich auch die große Tochter einfangen will, sie war in Dänemark, gelingt das nicht.  Ein warmer Pfingstmontag, die Möwen kreischen, im Bulli ist es heiß. Im Zug saß Anna nicht.

Als ich Zuhause eintreffe, sitzt sie mit Sonnenbrand versehen in ihrem Zimmer. „Wo ist Papa und Julius und Karla?“ “ Beim Picknick.“ „Willst du auch?“ „Nee lass mal Mama, ich bin total kaputt.“

 

 

 

 

Bei Frau Brüllen ist wieder Tagebuchbloggen am 5.

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