Urlaubstag

Hitler überlegt,  sich die Tschechoslowakei einzuverleiben. In Österreich wurde er als Heilsbringer gefeiert.

Es ist neun Uhr und Ubu will Gassigehen. Ich lege das Buch weg. Lustlos quäle ich mich in die Winterkühle. Eine Gruppe von Eichelhähern hockt in den Bäumen. Graugänse fliegen krächzend über uns, während noch weiter oben ein Greifvogel seine Runden zieht.

Mit Brötchen treten Ubu und ich den Heimweg an. Angekommen scheuche ich die Faultiere aus ihren  Betten. „Frühstück!“  Später treffe ich Dörthe im „Resonanz„.  „Nein“, sagt sie,“ ich glaube nicht, dass das noch mal so möglich ist.“ Auch ihr Vater wurde 32 geboren. „Aber Le Pen scheint möglich“, erwidere ich.“

Wir trinken Kaffee und stellen fest, dass wir uns viel zu selten sehen. Die Pubertiere mit roten Wangen, haben die mutterlose Zeit genutzt um Chips zu kaufen. Jetzt noch schnell aufräumen und dann werde ich lesen.

Ein Kommentar zu “Urlaubstag

  1. Trippmadam sagt:

    Es schockiert, dass man sich nach so (relativ) kurzer Zeit schon wieder fragen muss, ob es wieder möglich sein wird. Man denkt sich: das Gedächtnis der Menschheit kann nicht so kurz sein. Das kurze Gedächtnis ist aber möglicherweise nicht das Problem. Vielmehr scheint mir, dass da eine Kontinuität über zwei Generationen war, also sich in Wirklichkeit das Denken nicht gewandelt hat, sondern jetzt nur wieder an die Oberfläche kommt, was da im Verborgenen die ganze Zeit geköchelt hat. Eine schlimme Vorstellung.

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