Rettung eines Eichelhähers-wenn der Vogel am Haken hängt….

20170326_105247

Na los Ubu, lass uns den Morgen nutzen. Hunderunde Und dann hing in 4 Meter Höhe der Eichelhäher,  einen Angelhaken im Schnabel. Irgendjemand muss die Angelschnur mit Wurm schwungvoll in den Baum befördert haben. Ein Wurm am Haken im Baum, ein Leckerbissen in luftiger Höhe. Nun zappelt das Tier mit heiseren Krächzen, seit zwanzig Minuten schon. Eine Menschentraube hatt sich gebildet. Der Spazierweg ist beliebt und belebt, besonders am Sonntag.Der  Förster ist von Anwohnern verständigt, braucht aber noch weitere zwanzig Minuten.  Ich rufe  die Nachbarin an. Ob sie vielleicht einen Apfelpflücker hat?  Der Häher kämpft ums Überleben. Die Nachbarin trifft zeitgleich mit dem Förster ein. Der Apfelpflücker wird mittels langer Stange verlängert. Ein engagierter Vorortbewohner pflückt den Vogel vom Baum . Das Tier fällt in den Fluss, wird aber  herausgefischt.  Kundig entfernt der Förster den Angelhaken aus dem Schnabel und einen weiteren von der Kralle. Er ist erbost über den Angelhaken im Baum. Den verletzten Eichelhäher setzt er hinter einem Baumstumpf ab. “ Den Rest muss die Natur entscheiden“, sagt er.  Erstaunlich ist, dass ein kleiner Zaunkönig und eine Kohlmeise zu dem Verletzten fliegen, als wollten sie nach ihm schauen. Später sehen wir nochmal nach dem Rabenvogel, da springt er schon von Baumstumpf zu Baumstumpf und macht erste Flugversuche. Eigentlich hatten wir ihn ins Tierheim bringen wollen, auch die Vogelschutzwarte war benachrichtigt und wartete den Neuzugang……

Ein wenig Leben-von Hanya Yanagihara-Leseeindruck

Begeisterte Stimmen in „Zeit“ und Blogs, ließen mich zu diesem Buch greifen. Trotz des Covers. Zu sentimental erschien mir das schmerzverzerrte Gesicht Judes.

Es soll um eine Männerfreundschaft zwischen vier Männern gehen, so war es zu lesen.

Die Einführung der Charaktere langweilte mich. Die Sogwirkung entwickelte sich erst mit der Entwicklung der Hauptfigur.  Jude der es geschafft hat, angesehener Rechtsanwalt in New York, homosexuell und Borderliner. Die große Stärke des Romans liegt für mich in der Genauigkeit der phänomenologischen Betrachtung der Selbstverletzung. Erst wenn der äußere Schmerz den inneren überdeckt ist das Leben für Jude erträglich. Während Puzzle für Puzzle der Vergangenheit zusammengesetzt wird, wird Gegenwart gelebt. Und hier beginnt die Eindimensionalität der Charaktere ungeduldig zu machen, die Sogwirkung verflacht in fast seicht zu nennenden Gewässer. Jude ist leidend an sich selbst und er ist umgeben von guten Menschen, die alle an ihn glauben.  Und da ist der engelsgleiche Willem, ohne Fehl und Tadel der Jude liebt. Judes Selbsthass und das Gute der sich aufopfernden Freunde, insbesondere Willem,  zieht sich über 1000 Seiten. Am Ende hatte ich wirklich Mühe. Das Buch ließ mich keine neuen Perspektiven einnehmen, das Böse ist böse und das Gute gut. Schade.

Der Schreibstil Hanya Yanagihara´s vermochte mich durchaus zu fesseln, aber etwas mehr Komplexität hätte sie dem Leser zumuten können.

Im Wald-Waldfortbildung-Teil3

Greifvögel gehörten nur am Rand zum Programm. Auf den Spuren von Rotwild, Schwarzwild, Eichhörnchen, Ameisen und Co verbrachte ich spannende anderthalb Tage…Ich hab sogar ein paar Spuren entdeckt: Hasenfell im Moos, ein abgenagter Fichtenzapfen der dann doch nicht abgenagt war, Losung vom Reh.

März 2017 Wald Greifvögel