Mit Hannelore Elsner im Orientexpress auf dem Weg nach Rumänien

Nichts hatte mich vermocht abzuhalten. Weder die melancholische Stimmung Prags noch die Schönheit Budapests. Nachts am Bahnhof fuhr mir der Zug vor der Nase weg. Nur noch 12 Euro waren verblieben. Es gab Freunde die mich versuchten abzuhalten.  Was willst du in Rumänien? Schlotternd wartete ich die unendlich langen Stunden bis der nächste Zug einfuhr. Es gab keine Antwort. Im fahrenden, altertümlichen Hotel war nur ein Fahrgast: Hannelore Elsner. Sie saß als einzige Person in Farbe in meinem melancholischen schwarz-weiß  Traum.

Es geht im Leben darum, loszulassen von den Bildern die andere sich über uns machen. Unser Weg liegt allein in uns selbst.

Sprachs und vertiefte sich wieder in den Anblick der farblos vorbeiziehenden  Weite-lächelnd.

Momente

„Die Musik war schon damals mein Leben. Neben der Schule blieb aber nicht genug Zeit. Meine Kinder sollen Zeit haben. Wie soll man sonst  lernen herauszufinden was man will.“

( Mutter während einer Wartezeit vorm Ballettsaal)

„Der Traum vom professionellen Sport konnte sich nicht mehr erfüllen. Aber ich habe gekämpft.  Trotz des Unfalls laufe ich wieder. Das ist das was ich vielen Jugendlichen gern mitgeben würde: nicht aufgeben! Es lohnt sich zu kämpfen.

(Gespräch im Zug)

Eine  Mutter mit etwa dreijährigen Kind im Warteraum der Arztpraxis. Geduldig erklärt sie dem Kind das Puzzlen. Zugewandt, aufmerksam, sensibel, liebevoll. Vollkommene Aufmerksamkeit und Authenzität.. Sie strahlt etwas aus, das sich in unserer hektischen Zeit immer seltener finden lässt. Im Augenblick sein.