NeoExistenzialismus

Martenstein hat Einen getroffen der keine Zeitung mehr liest, nicht fernsieht, kein Radio hört.

Was man davon hätte? Ruhe. Kein Aufregerthema der letzten Jahre hätte des Neoexistenzialistens Alltag verändert, nur unruhiger sei er geworden.

Ich frage mich welche Auswirkung es haben würde, wenn man dem Terrorismus keine Aufmerksamkeit zollen würde.

 

Ein Traum von Kreativität

Es gelang uns nicht die Verfolger abzuschütteln. Karla und ich rannten atemlos durch die Dämmerung. An einem Wohnblock drückte ich auf irgendeinen Klingelknopf. Der Summer wurde umgehend betätigt. Wir hasteten die Treppen hoch panisch-klingelten erneut.

Ein Mann in den Fünfzigern, Brille, halblanges Haar, weltfremde Ausstrahlung öffnete. Wir werden verfolgt“, brachte ich atemlos hervor.

„Hier ist Raum.“Er wies uns ein Zimmer zu. “ Bitte entschuldigen sie mich, aber ich schreibe an einem Buch. Sehen sie sich ruhig um – wenn sie wieder Luft bekommen. Hier ist es sicher.“

Die Plattenbauwohnung mutierte zu einer Villa in Italien mit riesigen leeren Räumen. Überall waren Frauen die Skulpturen aus Marmor herausschlugen, mit Aquarellfarbe malten, tanzten, Theaterspielten, lachten, Wein tranken und laut redend , wild gestikulierten. Sufragetten. Eine wilde, kraftvolle, ungebändigte, trotzige Energie die mich den Bann zog.