Marina Abramovic & Ulay – 1976 – 1988

muetzenfalterin

Über das Zusammentreffen mit Ulay* sagt Marina Abramovic: „Und so traf ich Ulay und es war der Tag, an dem ich geboren wurde, mein Geburtstag und sein Geburtstag.“ (Thomas McEvilley: Stadien der Energie: Performance-Kunst am Nullpunkt?, in Marina Abramovic, Artist Body, Performances 1969-1997, Toni Stooß (Hrsg.), Milano 1998, S. 15)

Von 1976 bis 1988 leben und arbeiten Abramovic und Ulay als Paar. Immer wieder findet eine Auseinandersetzung mit ihrer Beziehung, mit der Beziehung von Frauen und Männern allgemein, statt und doch sucht jeder in der gemeinsamen Arbeit etwas ganz eigenes. Während Ulay sich mit der Identifikationsproblematik beschäftigt, geht es Marina Abramovic hauptsächlich um den Zustand der Leere. Sowohl die geschlechtsspezifische Rollenverteilung, als auch die Gegensätzlichkeit von männlichem und weiblichen Körper, werden bis an die physischen und psychischen Grenzen getrieben.

Für ihre Werkgruppe Beziehungsarbeit (Relation Work) stellen Ulay und Abramovic Grundsätze auf, die die Einzigartigkeit ihrer Performances auszeichnen: „Vitale Kunst, kein…

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Proust zum Thema Glück

„Glück gibt es nur unter der Bedingung, daß man es nicht als  Ziel (Zweck), sondern als eine große Ursache (Mittel) auffaßt. Ich kenne Leute, die unglücklich sind, weil sie nachrechnen, daß sie ein Jahr älter geworden sind, oder ähnliches mehr. Das Glück, als Ziel genommen, zerstört sich selbst bis zum Rande.

Es fließt randvoll bei jenen, die die Befriedigung nicht suchen und, losgelöst von ihrem Selbst, einer Idee leben.“

Aus einem Briefwechsel zwischen Proust und Gallimard

Zitat aus „Marcel Proust“ von Ronald Hayman