Der Blog der Mützenfalterin ist eine richtige Schatzkammer.

muetzenfalterin

Schlechte oder mittelmäßige Gedichte zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass der Dichter das erste Bild, die erste Metapher, die ihm in den Sinn kommt, akzeptiert. Manchmal ist das die richtige Wahl, viel häufiger jedoch geht einem wirklich brillianten Bild eine lange Suche voraus.

Wie sonst kommt einer zu einem solchen Bild: Plastik, das ist das nie und der Niemand, eine nützliche Ruine, die sogar über den Tod noch Schande bringt.

István Keménys Gedichte machen glücklich und auf eine gute Art bescheiden.

„Wenn man die Vergangenheit nicht ordentlich erzieht

wird sie rachsüchtig ab ihrer Pubertät…“

schreibt er. Solche Verse kann ich nur in ganz kleinen Dosen genießen. Sie wollen verdaut werden, verarbeitet, nicht verstanden, sondern begriffen. Es sind Gedichte, die im Leser weiterleben, sich entfalten, verwurzeln.

Diese Gedichte, die man immer bei sich tragen muss, die so notwendig werden können wie Milch und Brot. Ich habe das bislang nicht wirklich…

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