Gerade gelesen: „Kleiner Mann was nun?“ von Fallada

Ein Buch, für das ich mehrere Anläufe brauchte. Der Protagonist, Pinneberg, Angestellter, jung, frisch verliebt und im Begriff Vater zu werden, verliert  seine gute Stellung. Die junge Familie zieht deshalb aus der Kleinstadt nach Berlin. Pinneberg findet eine neue Stelle, jedoch zu wesentlich schlechteren Konditionen, Leistungsdruck,“Mobbing“ und geringer Lohn bluten ihn aus. All das nimmt er in Kauf,  verliert die Stelle trotzdem. In dieser schweren Zeit bewahrt ihn vor allem seine Frau, vor dem völligen Verlust seines Selbstbewusstsein.

Fallada beschreibt  den Alltag einer Familie um 1930, die mit sehr wenig Geld auskommen muß und versucht das Beste aus dem Gegebenen zu machen. Er beschreibt den Alltag des kleinen Mannes, den Verlust des Selbstbewusstseins, die Machtlosigkeit, aber auch den Halt die familiäre Bindungen und wirkliche Freundschaften geben.

Irgendwie fand ich das Buch ziemlich aktuell. Gerade das Alltägliche, bekam durch die Genauigkeit des Beschreibens ein Gesicht.

Jules vegetarisches Gemüsecurry/Rezepte aus dem Kinderladen

Zutaten für 4 Portionen:

2 El Öl(Sonnenblumenöl)

1 in Ringe geschnittene Zwiebel

2Tl Kreuzkümmel

2 El Koriander gemahlen

1 TL Kurkuma

2 Tl Ingwer gemahlen

1Tl Chilischote

2 Zehen Knoblauch gepresst

400g Tomaten gehackt

300 ml Kokosmilch

1 Brokkoli oder Blumenkohl

Hokkaido Kürbis oder 2 Zuchini

400 gr Kichererbsen aus der Dose

Salz ,Pfeffer

150 ml Natur-Joghurt

2 El Mangochutney

Kräuter

Zwiebel in Öl andünsten. Gewürze,Chili und Knoblauch eine Minute lang anbraten. Jetzt Tomaten und Kokosmilch unterrühren. Gemüse hinzufügen und mit Salz und Pfeffer 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Danach Joghurt und Mangochutney einrühren.

Dazu gibt es Basmatireis.

Nach einem Rezept von Chefkoch.de Verfasser: cutie Jul

Gerade gelesen/ Das Jahr des magischen Denkens

Sie glaubt, es würde ein Tag wie jeder andere werden. Beim Abendbrot bricht der Ehemann Joan Didion´s plötzlich zusammen, ist tot. Sie beschreibt die Fassungslosigkeit,Orientierungslosigkeit, den Trauerprozess .  Rückblick auf letzte Momente, Minuten deren Endgültigkeit man noch nicht erahnte. „Da hatte er noch 72 Stunden zu leben“ ist ein repetiver Satz der Autorin.. Sie erinnert der vergangenen 365 Tage des Vorjahres, vergleicht das Damals mit dem Jetzt. Der Trauerprozess- akribisch beschrieben.

Sie meidet Orte die Erinnerungen auslösen und  versucht die Kontrolle wieder zu erlangen  Leere und Einsamkeit. In dieser Zeit kämpft ihre Tochter Quintana nach einer Sepsis um ihr Leben.

“ Das Leben ändert sich schnell“,  ein Satz der am Anfang des Buches zu lesen ist.

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Wortakzente – Das Buchblog von Daniela Dreuth

Vorarbeiter Otto Quangel ist vor allem eins wichtig: sein regelmäßiges Leben. Verlässlichkeit, darauf kommt es ihm an. Und so arbeitet er fleißig und gewissenhaft als Aufseher in einer Möbelfabrik. Freilich ist seine Arbeit im Deutschland des Jahres 1940 ziemlich langweilig geworden. Hatte seine Abteilung früher noch hochwertige Einzelstücke auf Bestellung geschreinert, auf die er stolz sein konnte, war nach Kriegsbeginn zunächst Massenware erzeugt worden. Inzwischen werden tagaus, tagein Kisten hergestellt, angeblich für Bomben.

Als die Nachricht vom Tod des einzigen Sohnes eintrifft, der in Frankreich gefallen ist, wird Quangel und seiner Frau Anna allmählich bewusst, wie menschenverachtend und schrecklich das nationalsozialistische System ist. Sie beschließen, gegen Hitler zu kämpfen. Jeden Sonntag schreibt Quangel von nun an Postkarten, mit denen er anderen Menschen die Augen öffnen möchte. Er glaubt, die Leser würden sie weitergeben, sodass sie schließlich in aller Munde sind. Doch er rechnet nicht mit der Angst der Menschen, die…

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